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Shiatsu – Achtsamkeit
Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart. Achtsamkeit bedeutet das bewusste Beobachten, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt. Diese ist


  • wohlwollend, akzeptierend
  • nicht urteilend
  • nicht einteilend oder kategorisierend
  • nicht identifiziert mit dem Objekt der Beobachtung, jedoch unmittelbar an der Erfahrung teilhabend
  • unvoreingenommen, offen
  • die Welt wie mit den Augen eines Kindes betrachten (Anfängergeist)


Bildhaft gesprochen stellt das "Erwachen des inneren Beobachters" das Essentielle der Achtsamkeit dar.


Formelle Achtsamkeit

Bodyscan: Ein Abtasten des Körpers und seiner Befindlichkeit, von Fuss bis Kopf Sitzmeditation: Erforschen der Körpersensationen, Gefühle, Gedanken und Werte, im Hier und Jetzt, ohne zu urteilen, mit Selbstmitgefühl.

Achtsames Yoga und Chi-Gong, Makko-Ho. Informelle Achtsamkeit übungen für den Alltag. Wie gehe ich mit schwierigen Beziehungen um? Wie gehe ich mit Stress um? Wie gehe ich mit Schmerz um? Angenehme und unangenehme Erfahrungen (Tagebuch).


Was bewirkt eine Achtsamkeitspraxis?

Wer achtsam lebt, stellt fest, dass sein Empfinden von Glück und Lebensfreude nicht von äusseren Bedingungen

abhängig ist. Er entwickelt einen klaren, stabilen Geist, der es ihm erlaubt, auch in schwierigen Lebenszeiten und Situationen mit der Kraft seiner inneren Ressourcen verbunden zu sein. Im Einzelnen hat es verschiedene Auswirkungen: Ein klareres Verständnis bezüglich seiner selbst und hinsichtlich des eigenen Lebens. Zugang zu den eigenen inneren Ressourcen

finden und selbstgesteckte Ziele erweitern. Beruhigung und Stabilisierung des Geistes: Nicht mehr von Gedankenströmen "aufgefressen werden". Sich psychisch-emotionalen Belastungen, Stress-Situationen und widrigen Lebenssituationen besser gewachsen zu sein. Impulskontrolle entwickeln: Nicht mehr so oft heftig aufbrausend zu sein. Negative Emotionen in

sinnvolle Kanäle lenken. Selbstbestimmter und selbstbewusster handeln.


Woher stammt die Achtsamkeitspraxis?

Die Achtsamkeitspraxis hat ihre Wurzeln in der zweieinhalbtausend Jahre alten Satipatthana-Sutra der

buddhistischen Lehren. Der Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn(1) erkannte den Wert der darin erhaltenen Meditationen

für unser Leben im 21. Jahrhundert und entwickelte 1979 aus den übungen ein medizinisches, systematisches Programm

zur Stressbewältigung, das unter dem Namen MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit) bekannt ist.


Sind die Wirkungen wissenschaftlich erwiesen?

Inzwischen gibt es zahlreiche Studien, die die Wirksamkeit des MBSR-Programms und der darin enthaltenen Achtsamkeitsmeditationen belegen. In den vergangenen 30 Jahren wurde das MBSR-Programm vor allem an der

Universität Massachusetts umfassend wissenschaftlich erforscht.(2)


Ausführliche Informationen zu MBSR:

www.mbsr-verband.org

www.arbor-seminare.de

Zentrum für Achtsamkeit, Zürich



Bedenkenswert


   "Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit.

Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es."


   Thich Nhat Hanh




Anmerkungen

(1) Gesund durch Meditation, J. Kabat-Zinn, MensSana, ISBN 978-3-426-87538-4

(2) Das achtsame Gehirn, Daniel J. Siegel, S. 75, Verdickung in den Strukturen des mittleren Präfrontalkortex bei

     Meditierenden (Lazar et al. 2005). ISBN 978-3-936855-88-3


achtsamkeit.png

Zeichnung von Andrea Curvoisier,

gracefool-comix, Basel – vielen Dank.

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